Wo der manuelle Ansatz an Grenzen stößt
- Eine Sperrpause wird in Wochen geplant und in Stunden verbraucht.
- Auslegerbeschläge werden vom Schotter aus mit dem Fernglas gelesen.
- Bewuchs im Lichtraum wird erst nach einer Abschaltung bestätigt.
- Derselbe Korridor wird zweimal jährlich von zwei Trupps abgegangen.
So läuft der unbemannte Arbeitsablauf
Den Korridor auf Fahrdrahthöhe anfliegen
Ein VTOL-Starfluggerät folgt der Mastlinie im Sicherheitsabstand über dem Gleis, sodass jedes Feld zwischen zwei Masten aus demselben Winkel aufgenommen wird.
Beschlag lesen, nicht Silhouette
Zoom- und Wärmebildkanal lösen Isolatorenschirme, Klemmschäden und eine heiße Verbindung, die vom Boden aus unsichtbar ist.
Die Funkstrecke auf gerader Linie halten
Eine Video- und Datenfunkstrecke mit großer Reichweite trägt das Bild einen Korridor entlang, der kilometerweit ohne Hindernis verläuft.
Ein Bediener, ein Bildschirm
Geflogen wird von einer handgehaltenen Bodenstation, die Bild, Telemetrie und Markpunkte zusammen zeigt.
Häufige Fragen
Braucht man eine Sperrpause zum Fliegen?
Üblicherweise wird der Flug entlang der Strecke außerhalb des Vier-Meter-Bereichs geplant, belegt das Gleis also nicht selbst. Wie nahe an lebende Anlagen gegangen werden darf, bestimmen lokale Vorgaben – abgestimmt mit dem Infrastrukturbetreiber, nicht mit uns.
Deckt ein Flug Fahrleitung und Gleis ab?
Ja. Derselbe Durchgang liefert die Fahrdrahtgeometrie von oben und Schienenkopf, Schotterbett und Plattenkante im selben Bild, weshalb beide Prüfungen oft zusammengelegt werden.
Und bei Wind oder nachts?
Flüge werden in die ruhige Tageszeit gelegt; der Wärmebildkanal ist nachts nützlicher, geflogen wird aber außerhalb der angegebenen Wind- und Sichtgrenzen nicht.
